Mythologie Teil 2
Ein anderer Ansatz: die Bibel ist doch die Grundlage der christlichen Religion. Warum kommen in den Geschichten der Bibel hauptsächlich Menschen vor, Gott hingegen tritt nur eher selten in Erscheinung?
Die Bibel ist ein Buch über das Zusammenleben der Menschen mit Gott, daher sieht man hauptsächlich Menschen, und nur wenn eine Krise droht, passiert etwas Göttliches. Paukendonnerschlag, und schon ertönt eine ehrfurchtgebietende Stimme, sagt einige markante Sätze und weg ist er. Oder er schickt überhaupt nur einen Engel.
Und im Neuen Testament tritt Gott gar nicht auf, es sei denn, man sieht Rabbi Jesus als Gott (was ja christliche Lehre ist). Keine Donnerschläge, dafür aber viele weise Worte und eine Menge Wunder.
In der griechischen Mythologie aber treten die Götter in rauen Mengen auf, tun ausser gelegentlichen Machtdemonstrationen eher menschliche Dinge wie Bogenschiessen oder Kinderzeugen, werfen eher selten mit weisen Worten um sich, und machen sich etwas langsamer vom Acker.
Was sagt uns das im Vergleich?
Bei den Juden steht im Vordergrund das Leben des Volkes mit seinem Gott. Bei den Christen die Lehre Jesu, im Grund eine Reformation des Judentums, also eine Erneuerung des Zusammenlebens des Volkes mit seinem Gott.
Die Hellenen hatten für solche Dinge keinen wirklichen Sinn. Sie lebten in vielen Poleis (Stadtstaaten), die miteinander zwar einiges Gemeinsame, aber auch viele Unterschiede teilten. Und die Götter? Ja, die waren im Großen und Ganzen schon gemeinsames Glaubensgut, und sie verbanden die einzelnen Volksgruppen. Und doch war es anders als bei den Hebräern.
Keine Drohbotschaft, keine Frohbotschaft – sondern die selbstverständliche Gegenwart der Götter. Und diese zeigt sich eben darin, dass in den Mythen der Mensch der griechischen Antike mit Göttern, Halbgöttern und Helden zusammenlebte, in ziemlich aktionsgeladenem Kontext, aber doch.
Und wenn man die Mythen durch die Filter der Psychologie, Soziologie, Anthropologie etc laufen lässt, bleibt dann vielleicht ein winziger Rest übrig, den man dann annähernd als "was wirklich geschah" betrachten kann.
Die Bibel ist ein Buch über das Zusammenleben der Menschen mit Gott, daher sieht man hauptsächlich Menschen, und nur wenn eine Krise droht, passiert etwas Göttliches. Paukendonnerschlag, und schon ertönt eine ehrfurchtgebietende Stimme, sagt einige markante Sätze und weg ist er. Oder er schickt überhaupt nur einen Engel.
Und im Neuen Testament tritt Gott gar nicht auf, es sei denn, man sieht Rabbi Jesus als Gott (was ja christliche Lehre ist). Keine Donnerschläge, dafür aber viele weise Worte und eine Menge Wunder.
In der griechischen Mythologie aber treten die Götter in rauen Mengen auf, tun ausser gelegentlichen Machtdemonstrationen eher menschliche Dinge wie Bogenschiessen oder Kinderzeugen, werfen eher selten mit weisen Worten um sich, und machen sich etwas langsamer vom Acker.
Was sagt uns das im Vergleich?
Bei den Juden steht im Vordergrund das Leben des Volkes mit seinem Gott. Bei den Christen die Lehre Jesu, im Grund eine Reformation des Judentums, also eine Erneuerung des Zusammenlebens des Volkes mit seinem Gott.
Die Hellenen hatten für solche Dinge keinen wirklichen Sinn. Sie lebten in vielen Poleis (Stadtstaaten), die miteinander zwar einiges Gemeinsame, aber auch viele Unterschiede teilten. Und die Götter? Ja, die waren im Großen und Ganzen schon gemeinsames Glaubensgut, und sie verbanden die einzelnen Volksgruppen. Und doch war es anders als bei den Hebräern.
Keine Drohbotschaft, keine Frohbotschaft – sondern die selbstverständliche Gegenwart der Götter. Und diese zeigt sich eben darin, dass in den Mythen der Mensch der griechischen Antike mit Göttern, Halbgöttern und Helden zusammenlebte, in ziemlich aktionsgeladenem Kontext, aber doch.
Und wenn man die Mythen durch die Filter der Psychologie, Soziologie, Anthropologie etc laufen lässt, bleibt dann vielleicht ein winziger Rest übrig, den man dann annähernd als "was wirklich geschah" betrachten kann.
akesios - 16. Apr, 18:50
